Am 24. Januar wird Pfr. Beat Gossauer seinen ersten Gottesdienst in Glattfelden feiern. Damit Sie sich mit ihm schon jetzt etwas vertraut machen können, haben wir ein Interview mit ihm durchgeführt.
Lieber Pfr. Gossauer, wir freuen uns Sie Ende Januar bei uns in Glattfelden als stellvertretenden Pfarrer begrüssen zu dürfen. Stellen Sie sich bitte kurz vor?
Mein Vorname verrät meinen Geburtsort. Er bedeutet der Gesegnete oder der Glückselige.
Unterhalb der Beatushöhlen liegt das alte Städtchen Unterseen mit seinem Spital; dort –
zwischen Thuner- und Brienzersee – bin ich geboren. Die Schuljahre verbrachte ich in
Ostermundigen, Zürich und Bern. Es folgte eine kaufmännische Ausbildung. Die ersten
beruflichen Fussstapfen hinterliess ich in einem Treuhandbüro in Thun. Die
Erwachsenenmatur in Spiez und das Theologiestudium in Zürich waren für mich
wegweisend. Das Ringen mit Glaubensfragen führte mich auf diesen spannenden Weg, der
mich weit zurück in die Geschichte vom Volk Israel und vom Christentum führte, aber auch
mitten in die existenzielle Frage nach dem Glauben heute, auch meinem persönlichen. Seit 2009 war ich in verschiedensten Kirchgemeinden der Zürcher und Bündner Landeskirche, u.a. im Domleschger Bergdorf Feldis. Schon von weitem wusste man, dass der Pfarrer im Anmarsch ist, wenn mein alter, grüner Fiat Panda 4×4 bei Schnee und Hitze die schmalen Bergstrassen hinauffuhr oder hinunter ins Tal.
In meiner Freizeit bin ich oft im Wallis. Ich wandere viel, und bin im Winter am Langlaufen.
Ich wohne in Winterthur in der Giesserei, dem Mehrgenerationenhaus, wo wir alles selber
entscheiden und verwalten.
Sie haben schon viel Erfahrung in der Übernahme von Stellvertretungen. Was zeichnet Sie besonders aus in dieser nicht so einfachen Form des Pfarramts?
Schnell habe ich einen guten Kontakt, sei es zu den Mitarbeitenden und zur Kirchenpflege,
sei es zu jenen, die regelmässig in den Gottesdienst kommen oder sei es zu den Menschen im Dorf oder im Quartier. Es ist für mich bereichernd, in den verschiedenen Kirchgemeinden so viele Facetten unserer reformierten Tradition kennenzulernen.
Worauf freuen Sie sich, wenn Sie zu uns kommen?
Ich freue mich auf Begegnungen mit den Menschen, die in Glattfelden wohnen und arbeiten. Seien dies nun Kirchenvertraute, Kirchenskeptiker, Kirchenferne, Angehörige anderer Religionen und Konfessionen…
Es ist ein Vorrecht, ein Dorf mit all seinen Eigenheiten, Geschichten, Sonnen- und Schattenseiten kennenzulernen. Und ich hoffe, dass ich möglichst oft nicht mit Zug und Postauto, sondern von Bülach her auf dem wunderbaren Veloweg der Glatt entlang Glattfelden entgegenradeln kann.
Welche sind Ihre Hoffnungen für Ihre Zeit in Glattfelden?
Ich hoffe, dass ich einen kleinen Beitrag zu einer offenen, lebendigen, grosszügigen Kirche
beitragen kann, dies in einer bewegten Zeit mitten von Corona und Pfarrwechsel.

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